Institut für Resilienz im ländlichen Raum IRLR UG
Im Sommer und Herbst 2025 tourt das mobile Kochprojekt durch die brandenburgische Lausitz – von Kleinstädten und Dörfern bis hin zu außergewöhnlichen Orten mit eindrucksvoller Industriekulisse. Dabei entstehen temporäre Begegnungsräume, die gemeinsames Kochen und kreativen Austausch ermöglichen.
Wichtigstes Instrument ist ein sechs Meter langer Anhänger mit professionellen Kochstationen für vielfältige Zubereitungsarten. Renommierte Köch:innen aus der Region interpretieren auf den verschiedenen Tourstationen traditionelle Lausitzer Gerichte neu und teilen ihr Wissen mit den Teilnehmenden. Ergänzt wird die mobile Küche durch Sitzgelegenheiten und eine kleine Bühne für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.
An jedem Standort entwickelt sich das Programm in enger Abstimmung mit lokalen Partner:innen wie Vereinen oder Initiativen. Die Veranstaltungen beginnen mit der gemeinsamen Zubereitung regionaler Gerichte und münden in einem Dorffest mit kulinarischen und kulturellen Höhepunkten. Begleitend laden Gesprächsrunden mit lokalen Erzeuger:innen dazu ein, mehr über die regionale Lebensmittelproduktion sowie die kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten der Lausitz zu erfahren.
Die im Projekt gesammelten Rezepte und Erlebnisse fließen in ein Kochbuch ein, das Lust auf die Lausitz, ihre Menschen und ihre einzigartige Mischung aus Tradition und Wandel macht.
Die Teilnahme steht allen Interessierten offen.
Einen Einblick in das Projekt ermöglicht der Beitrag des RBB, der hier aufgerufen werden kann, oder auch der Beitrag des ARD-Morgenmagazin, der hier zu finden ist.
Termine
Werenzhain – Gemeinsam in Werenzhain e.V.
Donnerstag, den 24.07.2025
Biohof Werenzhain
Förderverein Dörfliches Leben Breitenau e.V.
Freitag, den 25.07.2025
Breitenau
Feel Festival – Vernetzung mit Regionalbühne
Samstag, den 26.07.2025
Feel Festival
Schlepzig – Förderverein Libelle e.V.
Samstag, den 13.09.2025
Bauernmuseum Schlepzig
Digitalkultur – Bunte 9 e.V.
Sonntag, den 14.09.2025
Forst Villa
Lieberose – Martkplatz
Montag, den 15.09.2025
Akademie für Mitbestimmung Bahnhof Jamlitz | Freiwillige Feuerwehr Lieberose
Wir lassen die Kultur im Dorf e.V.
Samstag, den 20.09.2025
Hornow bei Spremberg
Trialhalle e.V.
Sonntag, 21.09.2025
Doberlug-Kirchhain
Dorfclub Ossak e.V.
Sonntag, den 28.09.2025
Ossak
Dorfclub Wormlage e.V.
Montag, den 29.09.2025
Wormlage
Kontakt
Institut für Resilienz im ländlichen Raum UG
Simon Breth und Cordelia Polinna
info@irlr.de
0357 54239853
Website
www.irlr.de
www.kochwerk-lausitz.de
Instagram
irlr_ah
Aktuelles
Das große Finale: KochWerk Lausitz beschließt seine Tour
Nach zehn Stationen, hunderten von Begegnungen und unzähligen gemeinsam gekochten Gerichten endet im September 2025 die Tour des KochWerk Lausitz. Die letzten vier Veranstaltungen in Hornow, Doberlug-Kirchhain, Ossak und Wormlage zeigten noch einmal die ganze Vielfalt dessen, was das Projekt ausmacht: Kulinarische Qualität trifft auf engagierte Dorfgemeinschaften, historische Orte werden zu Bühnen für zeitgemäße Begegnungen, und überall wird spürbar, wie sehr ländliche Räume von solchen mobilen Kulturformaten profitieren.
Hornow: Süße Kunst im Schlossgarten
Am 20. September verwandelte sich der Schlossgarten in Hornow in eine Open-Air-Patisserie. Konditormeisterin Jillian Walburg hatte sich vorgenommen, die süße Seite der Lausitz zu zeigen – mit Financiers, den französischen Mandelküchlein, und Birnenkompott aus Früchten direkt aus Hornower Gärten. Das Schloss selbst, das der Verein "Wir lassen die KULTUR im DORF HORNOW e.V." aus dem Dornröschenschlaf geweckt hat, bot die perfekte Kulisse.
Doberlug-Kirchhain: Balance auf zwei Rädern, Burger für alle
Einen Tag später, am 21. September, machte das KochWerk Station auf einem ehemaligen Militärgelände bei Doberlug-Kirchhain. In der Trialhalle des gleichnamigen Vereins wird eine Sportart praktiziert, die den meisten völlig unbekannt ist: Fahrrad-Trial – mit dem Bike über Hindernisse fahren, ohne jemals einen Fuß auf den Boden zu setzen. Koch Jens Irrgang aus Senftenberg hatte sich für diesen Nachmittag etwas Pragmatisches ausgesucht: Sloppy Joe Burger. "Die waren perfekt für hungrige junge Sporttreibende", erinnert sich Simon Breth, "Aber was uns wirklich beeindruckt hat: Der Trialhalle e.V. ist mehr als ein Sportverein – er ist eine Familie von Menschen, die für diesen außergewöhnlichen Sport brennen. Und genau diese Vielfalt wollten wir mit dem KochWerk zeigen: Die Lausitz ist nicht nur Spreewaldromantik, sondern auch BMX-Trails auf ehemaligem Militärgelände."
Ossak: Der Teich im Herzen des Dorfes
Am 28. September stand dann eine ganz besondere Tradition auf dem Programm: das Dorffest zum Abfischen in Ossak. Das slawische Rundlingsdorf ist anders – hier liegt der Teich nicht irgendwo am Rand, sondern mittendrin, im Herzen des Ortes. Jens Irrgang verarbeitete die frisch gefangenen Hechte zu einer würzigen Fischsuppe, ergänzt durch Gemüse aus Ossaker Gärten: Möhren, Kürbisse, Kartoffeln, Rote Beete. "Was uns in Ossak so berührt hat: die Leute waren von Anfang an dabei", erzählt Cordelia Polinna. "Nicht nur die, die aktiv mitkochten, sondern auch die Neugierigen, die Plaudernden, die einfach nur Dabei-Sein-Wollenden. Und dann dieses wunderschöne Spätsommerwetter, das charmante Dorfhaus am Teich – das war ein Moment, in dem man spürte: Genau dafür haben wir das gemacht."
Wormlage: Ein Finale in Rot-Weiß
Am 29. September fand das Finale in Wormlage statt. Koch Raimund Stuckatz vom Gasthaus Stuckatz in Dollenchen hatte für das Finale ein besonderes Menü kreiert, das mit einem Augenzwinkern begann: Die Vorspeise erschien in den Farben des örtlichen Fußballclubs Rot-Weiß Wormlage – eine leuchtend rote Tomatensuppe mit grünem Pesto. Doch der eigentliche Star des Abends kam aus dem Wildgehege im Ort: frisch hergestellte Damwild-Würste. Regionaler geht es nicht.
Was bleibt: Mehr als Rezepte
Zehn Stationen, zehn sehr unterschiedliche Orte, hunderte von Begegnungen – das KochWerk Lausitz hat gezeigt, was möglich ist, wenn Kultur mobil wird und direkt zu den Menschen kommt. "Wir haben verstanden, dass es nicht nur ums Kochen geht", reflektiert Cordelia Polinna. "Es geht um die Frage: Wie gestalten wir Gemeinschaft, wenn Wirtshäuser schließen, wenn Fachkräfte fehlen, wenn traditionelle Begegnungsorte schwinden? Das KochWerk war ein Labor für diese Frage. Und die Antwort, die wir gefunden haben: Ja, temporäre, mobile Formate können funktionieren. Sie können keinen Ersatz für Gastronomie bieten, aber sie können eine andere Form des qualitätvollen Miteinanders schaffen."
Alle Rezepte, Geschichten und Erfahrungen fließen nun in ein Lausitzer Kochbuch ein, das Ende 2025 erscheinen wird. Es wird nicht nur Rezepte für Dorffeste und größere Gruppen enthalten, sondern auch eine detaillierte Bauanleitung für den mobilen Kochanhänger – damit andere Regionen das Konzept übernehmen können.
An dieser Stelle möchte sich das gesamte KochWerk-Team bei allen bedanken, die diese Tour möglich gemacht haben:
- Bei den zehn Kooperationsvereinen, die uns so herzlich empfangen haben
- Bei den regionalen Köchinnen und Köchen Raimund Stuckatz, Jillian Walburg und Jens Irrgang
- Bei den lokalen Erzeugerinnen und Erzeugern, die uns mit fantastischen Produkten versorgt haben
- Bei UM:BAU Luckenwalde für den wunderbaren Kochanhänger
- Bei Grafikdesignerin Lisa Schweizer für die visuelle Identität
- Bei allen Workshop-Teilnehmenden und Gästen der Dorffeste
- Und natürlich beim Projektfonds Kulturplan Lausitz, der dieses Experiment erst möglich gemacht hat
Mehr Informationen: www.kochwerk-lausitz.de
Instagram: @kochwerk.lausitz
KochWerk Lausitz: Erfolgreicher Projektstart mit drei vielfältigen Veranstaltungen
Unser mobiles KochWerk Lausitz hat vor den Sommerferien seine Tour durch die brandenburgische Lausitz begonnen. Zwischen dem 24. und 26. Juli 2025 fanden drei unterschiedliche Veranstaltungen statt, die das breite Spektrum des Projektkonzepts demonstrierten und durchweg positive Resonanz erhielten.
Werenzhain: Traditionelle Lausitzer Küche und Dorfgemeinschaft
Den Auftakt bildete am 24. Juli ein Workshop in Werenzhain (Landkreis Elbe-Elster), bei dem Koch Raimund Stuckatz gemeinsam mit acht Teilnehmenden traditionelle Lausitzer Gerichte zubereitete. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem örtlichen Dorfverein und dem Biohof Werenzhain statt. Das anschließende Dankesessen mit nahezu ausschließlich lokalen Produkten für ehrenamtlich engagierte Vereinsmitglieder versammelte 50 Teilnehmende und die neuen Interpretationen von traditionellen Gerichten – wie Kartoffeln mit Quark als süßes Dessert – entfachten große Begeisterung.
Cordelia Polinna vom Institut für Resilienz im ländlichen Raum zieht eine positive Bilanz: „Werenzhain hat gezeigt, dass unser Konzept funktioniert. Die Verbindung aus lokalem Engagement, nachhaltiger Landwirtschaft und kulinarischer Tradition schafft genau die Synergien, die wir uns erhofft hatten. Das Dankesessen für die Ehrenamtlichen war der perfekte Rahmen für unseren ersten Stopp."
Breitenau: Interkultureller Austausch durch vietnamesische Küche
Unser zweiter Stopp führte uns nach Breitenau, wo wir mit der vietnamesisch-stämmigen Köchin Huyen Nguyen einen Workshop zur vietnamesischen Küche durchführten. Parallel fanden die Einweihung des neuen Beach-Volleyballplatzes und die Enthüllung eines Wandgemäldes zur Ortsgeschichte statt – die Sommerrollen und der Mango-Salat waren ein besonderes Highlight beim anschließenden Dorffest.
Simon Breth hebt die kulturelle Dimension hervor: „Breitenau war ein wichtiger Test für die interkulturelle Komponente unseres Projekts. Zu sehen, wie offen die Menschen für neue Geschmäcker und Kochtechniken waren, bestätigt unseren Ansatz. Das KochWerk kann Brücken bauen zwischen verschiedenen Küchenkulturen und dabei lokale Gemeinschaften stärken."
Feel Festival F60: Mobile Küche im Festivalkontext
Als dritte Veranstaltung präsentierte sich das KochWerk beim Feel Festival an der F60 im Rahmen der Regionalbühne „Wohnzimmer Lausitz – Regionalexpress" (ein Projekt, was ebenfalls vom Projektfonds Kulturplan Lausitz gefördert wird). Gemeinsam mit Koch Eric Lehmann verarbeiteten wir mit spontan teilnehmenden Festival-Besucher:innen 20 Kilogramm Kartoffeln zu Pommes mit hausgemachter Currysauce. Die Veranstaltung demonstrierte die Flexibilität des mobilen Konzepts in einem völlig anderen Kontext. Hier konnten wir mit Festival-Besucher:innen aus anderen Teilen Deutschlands und Europas über die Lausitz ins Gespräch kommen und von den Potenzialen der Region berichten.
Erste Erkenntnisse
Simon Breth zieht eine erste Zwischenbilanz: „Die Vielseitigkeit der ersten drei Termine zeigt, dass wir mit dem KochWerk ein wirklich flexibles Instrument geschaffen haben. Ob traditioneller Vereinsabend, Dorf mit Kultur und Sport oder spontane Festival-Küche – das Konzept passt sich an und schafft überall authentische Begegnungen."
Der erfolgreiche Projektstart hat bereits zu zahlreichen Anfragen für das kommende Jahr geführt. Mehrere Initiativen und Vereine haben Interesse an einer KochWerk-Station für 2026 angemeldet, was die Nachhaltigkeit des Projektansatzes unterstreicht. Cordelia Polinna bewertet diese Entwicklung als wichtigen Erfolgsindikator: „Die spontanen Nachfragen zeigen, dass wir einen Nerv getroffen haben. Das KochWerk füllt offenbar eine Lücke im ländlichen Raum – es verbindet kulinarische Bildung mit Kultur und Gemeinschaft und macht dabei die regionalen Stärken sichtbar."
Das Programm im September
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Juli setzt das KochWerk Lausitz seine Tour im September fort: Geplant sind weitere Stationen in Schlepzig (Bauernmuseum), Forst (Villa Digitalkultur), Hornow/Spremberg (Schloss Hornow), Doberlug-Kirchhain (Trialhalle Lausitz Kaserne), Lieberose (Marktpaltz), am Teich in Ossak und im Dorfclub Wormlage.
Und auch am Kochbuch für Dorffeste wird schon geschrieben!
KochWerk Lausitz startet durch: Alle Termine und Partner:innen stehen fest!
Es ist soweit – die Reise des KochWerk Lausitz durch die Niederlausitz kann beginnen! Nach wochenlanger Planung und zahlreichen Gesprächen mit lokalen Partner:innen stehen nun alle Termine und Veranstaltungsorte für 2025 fest.
Eine kulinarische Reise von Juni bis September
Das mobile KochWerk wird von Juli bis September elf Stationen in der Lausitz anfahren und dabei die ganze Vielfalt der Region erlebbar machen. Den Auftakt macht am 24. Juli das Dorf Werenzhain zum Biohof und dem Verein "Gemeinsam in Werenzhain e.V.".Die Tour führt weiter nach Breitenau (25.7.) zum Förderverein Dörfliches Leben, und schließlich zum Feel Festival (26.7.), wo wir uns mit der Regionalen Bühne vernetzen werden.
Der September wird besonders intensiv: Wir besuchen das Bauernmuseum in Schlepzig (13.9.) und den Förderverein Libelle e.V., erleben digitale Kultur in Forst (14.9.) bei der Villa Digitalkultur und dem Verein Bunte 9 e.V., und setzen in Jamlitz (15.9.) ein Zeichen für demokratische Teilhabe im Justus-Delbrück-Haus.
Weitere Stationen führen uns zum Schloss Hornow (20.9.), wo der Verein "Wir lassen die Kultur im Dorf e.V." Geschichte lebendig macht, zur Trialhalle in Doberlug-Kirchhain (21.9.), und schließlich zu den Dorfclubs in Ossak (28.9.) und Wormlage (29.9.).
Unsere Terminliste zeigt die unglaubliche Vielfalt der Lausitz: Von traditionellen Dörfern über innovative Digitalkultur-Zentren bis hin zu geschichtsträchtigen Orten der Demokratiebildung. Jede Station wird einzigartig, denn überall arbeiten wir eng mit den lokalen Partner:innen zusammen, um die besonderen Geschichten und Traditionen jedes Ortes zu würdigen.
Die genauen Uhrzeiten werden noch individuell mit den jeweiligen Partner:innen abgestimmt, um optimale Bedingungen für die gemeinsamen Koch-Erlebnisse zu schaffen.
Wir freuen uns riesig auf diese kulinarische Entdeckungsreise durch die Lausitz und auf all die Menschen, die uns auf diesem Weg begleiten!
Ein mobiles Kulinarik- Erlebnis nimmt Gestalt an
Bericht vom gemeinsamen Planungsworkshop des vom Projektfonds Kulturplan Lausitz geförderten Projekts "Tiny GenussWerkstatt – KochWerk Lausitz"
Im März trafen sich alle Projektbeteiligten des "KochWerk Lausitz" zu einem intensiven Planungsworkshop in Annahütte und Dollenchen. Das vom Institut für Resilienz im ländlichen Raum (IRLR) initiierte und durch den Projektfonds Kulturplan Lausitz geförderte Projekt nimmt damit konkrete Formen an: Ein mobiler Kochanhänger wird ab Sommer 2025 durch die brandenburgische Lausitz touren und gemeinschaftliche Koch-Erlebnisse in verschiedene Orte der Region bringen.
Gemeinsame Gestaltung des mobilen Kochwerks
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die detaillierte Planung des Herzstücks des Projekts – des mobilen Kochanhängers. Gemeinsam mit dem Baukollektiv UM:BAU aus Luckenwalde wurden die Pläne für den außergewöhnlichen, sechs Meter langen Holzständerbau mit transluzenten Doppelstegplatten finalisiert. Die Konstruktion kann zu drei Seiten vollständig geöffnet werden und schafft so einen einladenden Raum für gemeinsames Kochen.
Besonderes Augenmerk lag auf der funktionalen Ausstattung: Induktionskochplatten, ein Backofen, Spülmöglichkeiten und großzügige Arbeitsflächen werden Platz für bis zu acht Köchinnen und Köche bieten. Diskutiert wurden auch praktische Details wie Stromanschlüsse, Beleuchtung, Hygiene und ein flexibles Gastronorm-System für die effiziente Lagerung und Organisation.
Veranstaltungskonzept und Abläufe
Die teilnehmenden Köchinnen und Köche – Jillian Walburg von Beans and Cakes in Finsterwalde, Raimund Stuckatz aus Dollenchen und Jens Irrgang aus Senftenberg – brachten ihre Expertise ein, um die Gestaltung des Kochanhängers und die Abläufe der Veranstaltungen zu optimieren. Gemeinsam wurde ein Format entwickelt, das mit einem Workshop für 6-10 aktive Teilnehmende beginnt und in einem offenen Dorffest mit kulinarischen und kulturellen Höhepunkten mündet.
Besonders wichtig war allen Beteiligten, dass die Veranstaltungen niedrigschwellig und einladend gestaltet werden sowie die lokalen Besonderheiten jedes Ortes hervorheben. "Wir wollen lokale Spezialitäten und Rezepte aufgreifen und auf die Geschichten und Traditionen jedes Ortes eingehen", betont Simon Breth vom IRLR.
Potenzielle Veranstaltungsorte
Ein Höhepunkt des Workshops war das Brainstorming zu möglichen Stationen der Tour. Von kleinen Spreewalddörfern über historische Marktplätze in Kleinstädten bis zu besonderen Industriekultur-Standorten wurden zahlreiche Orte in der brandenburgischen Lausitz identifiziert. Die Bandbreite reicht von Dörfern mit sorbischen Traditionen über Gemeinden mit Bergbau-Geschichte bis zu Orten mit aktiven kulturellen Initiativen.
Neben der direkten Ansprache von möglichen Veranstaltungsorten und Partner:innen wurde ein öffentlicher Aufruf geplant, der Vereine und Initiativen aus der Region einlädt, sich für einen Besuch des KochWerks zu bewerben. "Wir möchten, dass die Menschen vor Ort das Projekt aktiv mitgestalten", erläutert Dr. Cordelia Polinna. "Das KochWerk soll ein Katalysator sein, der vorhandene Potenziale stärkt und Menschen zusammenbringt." Der Aufruf wurde Anfang April über Netzwerke und die sozialen Medien veröffentlicht.
Gestaltung und visuelle Sprache
Grafikdesignerin Lisa Schweizer präsentierte während des Workshops erste Entwürfe für die visuelle Identität des Projekts. Mit ihrer Erfahrung in der Gestaltung von Kochbüchern – unter anderem für den Berliner Dinner Club TDD – bringt sie ein besonderes Gespür für kulinarische Themen mit. Das Logo, die Farbpalette und das typografische Konzept fanden großen Anklang bei allen Beteiligten. Diese visuelle Identität wird nun auf allen Kommunikationsmaterialien, der Webseite und dem Kochanhänger selbst umgesetzt.
Ausblick und nächste Schritte
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Workshops beginnt nun die konkrete Umsetzungsphase des Projekts. In den kommenden Wochen startet der Bau des Kochanhängers bei UM:BAU in Luckenwalde. Parallel dazu werden die Veranstaltungsorte konkretisiert und die ersten Termine festgelegt.
"Die positive Resonanz auf unser Konzept ist überwältigend", freut sich Simon Breth. "Im Juni werden wir die finale Liste der Veranstaltungsorte und -termine bekannt geben." Interessierte Vereine, Kommunen und Initiativen aus der brandenburgischen Lausitz können sich weiterhin unter info@irlr.de melden, wenn sie das KochWerk zu sich einladen möchten.